Stell dir vor: tropische Wärme mitten im Februar, während Europa friert. Cartagena de Indias an der kolumbianischen Karibikküste verspricht genau das – und das zu Preisen, die dein Reisebudget schonen. Die ummauerte Altstadt mit ihren pastellfarbenen Kolonialbauten, lebendige Straßenmärkte und Strände, die nur einen Katzensprung entfernt liegen, machen diese Stadt zum perfekten Ziel für ein spontanes Wochenende mit Freunden. Der Februar ist ideal: Die Regenzeit ist vorbei, die Temperaturen liegen bei angenehmen 30 Grad, und die Stadt pulsiert vor Energie, ohne von Touristenmassen überrannt zu sein.
Warum Cartagena im Februar deine beste Entscheidung ist
Februar bedeutet in Cartagena Trockenzeit mit strahlendem Sonnenschein und einer frischen Meeresbrise, die die Hitze erträglich macht. Während dieser Monat noch vor der absoluten Hochsaison liegt, profitierst du von günstigeren Unterkünften und weniger überfüllten Sehenswürdigkeiten. Die Stadt zeigt sich von ihrer authentischsten Seite: Fischer verkaufen ihren frischen Fang direkt am Hafen, Straßenmusiker beleben die Plazas, und die Einheimischen haben noch Zeit für ein Schwätzchen. Für eine Gruppe von Freunden bietet Cartagena die perfekte Mischung aus Kultur, Nachtleben und Strandentspannung – alles kompakt an einem Wochenende erlebbar.
Die Altstadt: Ein koloniales Juwel zum Nulltarif erkunden
Das historische Zentrum von Cartagena, umgeben von massiven Stadtmauern aus dem 16. Jahrhundert, ist ein wahres Freilichtmuseum. Das Beste daran? Die schönsten Erlebnisse kosten keinen Cent. Schlendert durch das Labyrinth aus kopfsteingepflasterten Gassen, bewundert die Balkone voller Bougainvillea und entdeckt versteckte Plätze, wo Obst- und Saftverkäufer ihre bunten Waren anbieten. Ein frisch gepresster Fruchtsaft kostet euch gerade mal 1,50 Euro – probiert unbedingt Lulo oder Maracuja.
Die Stadtmauern selbst laden zum Sonnenuntergangsspaziergang ein. Gegen 18 Uhr versammeln sich Einheimische und Reisende gleichermaßen auf den breiten Befestigungsmauern, um zuzusehen, wie die Sonne im karibischen Meer versinkt. Bringt eine Flasche lokales Bier mit (etwa 1 Euro im Supermarkt) und genießt die Show. Das Viertel Getsemaní, direkt außerhalb der Altstadt, ist das kreative Herz Cartagenas: Hier findet ihr Streetart an jeder Ecke, kleine Plätze mit improvisierter Live-Musik und eine entspannte Atmosphäre, die perfekt zu einer Freundesgruppe passt.
Strände und Inseln: Karibikfeeling ohne Luxuspreise
Cartagena liegt direkt am Meer, aber die wirklich spektakulären Strände findet ihr auf den nahegelegenen Inseln. Statt teure organisierte Ausflüge zu buchen, macht es wie die Einheimischen: Geht zum Muelle de los Pegasos, dem öffentlichen Bootsanleger, und nehmt ein gemeinsames Boot zu den Islas del Rosario oder Playa Blanca. Die Hin- und Rückfahrt kostet pro Person etwa 15 bis 20 Euro, wenn ihr ein Boot mit anderen teilt – deutlich günstiger als private Touren.
Auf den Inseln angekommen, könnt ihr euren eigenen Schnorchel mitbringen (in der Stadt für 10 Euro zu kaufen) und die Korallenriffe erkunden. Wer Verpflegung selbst mitbringt, spart zusätzlich: Ein improvisiertes Picknick am weißen Sandstrand schmeckt ohnehin besser als überteuerte Strandrestaurants. Plant dafür etwa 25 bis 30 Euro pro Person für den gesamten Tag ein – ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis für karibisches Paradies.
Kulinarische Entdeckungen für kleines Geld
Cartagenas Straßenküche ist legendär und euer Ticket zu authentischen Geschmackserlebnissen. Überall in der Stadt findet ihr Verkaufsstände mit Arepas – gefüllte Maisfladen, die mit Käse, Ei oder Fleisch belegt werden und zwischen 1,50 und 3 Euro kosten. Empanadas, frittierte Teigtaschen mit unterschiedlichsten Füllungen, sind ein weiterer günstiger Snack für zwischendurch.
Für ein richtiges Mittagessen besucht kleine Lokale im Viertel Getsemaní oder in weniger touristischen Gegenden wie Pie de la Popa. Dort bekommt ihr ein „Menú del Día“ – ein komplettes Mittagsmenü mit Suppe, Hauptgang, Saft und oft einem Dessert – für umgerechnet 3 bis 5 Euro. Typische Gerichte wie Arroz con Coco (Reis mit Kokosmilch), gebratener Fisch oder Sancocho (eine herzhafte Suppe) geben euch Energie für weitere Erkundungen.
Abends verwandelt sich der Plaza de la Trinidad in Getsemaní in einen geselligen Treffpunkt. Kauft Snacks bei Straßenverkäufern, holt euch Getränke aus einem der umliegenden kleinen Läden und mischt euch unter die Menge. Eine Flasche Aguardiente, der lokale Anisschnaps, kostet im Laden etwa 8 Euro und reicht für die ganze Gruppe – so feiert man in Kolumbien.

Clever übernachten: Hostels und Apartments mit Charme
Cartagena bietet eine Fülle an budgetfreundlichen Unterkünften, besonders wenn ihr als Gruppe reist. In Getsemaní findet ihr zahlreiche Hostels mit Privatzimmern für vier bis sechs Personen, die zwischen 40 und 70 Euro pro Nacht kosten – aufgeteilt durch die Anzahl der Reisenden wird das unschlagbar günstig. Viele dieser Unterkünfte verfügen über Gemeinschaftsküchen, wo ihr euer Frühstück selbst zubereiten könnt, und Dachterrassen mit Hängematten und Blick über die Dächer der Stadt.
Alternativ lohnt sich die Suche nach Apartments über lokale Vermietungsplattformen. Ein einfaches Apartment mit zwei Schlafzimmern kostet im Februar etwa 50 bis 80 Euro pro Nacht und gibt euch mehr Privatsphäre und Flexibilität. Achtet darauf, eine Unterkunft mit Ventilator oder Klimaanlage zu wählen – bei der tropischen Hitze ist das kein Luxus, sondern Notwendigkeit.
Fortbewegung: Die Stadt zu Fuß und per Bus erobern
Die kompakte Altstadt und Getsemaní erkundet ihr am besten zu Fuß. Alles Wichtige liegt innerhalb von 20 Minuten Gehzeit. Für weitere Strecken – etwa zum modernen Stadtteil Bocagrande mit seinen Hochhäusern und Stränden – nutzt die öffentlichen Busse. Eine Fahrt kostet weniger als einen Euro, die Busse sind häufig, und die Einheimischen helfen gerne bei der richtigen Route.
Taxis sind erschwinglich, aber handelt den Preis vor der Fahrt aus, da viele keine Taxameter haben. Eine Fahrt innerhalb der Stadt sollte selten mehr als 3 bis 5 Euro kosten. Für Gruppen ist das Teilen eines Taxis oft günstiger als mehrere Busfahrten. Meidet offizielle Taxi-Apps, wenn ihr sparen wollt – die traditionellen gelben Taxis sind oft billiger.
Versteckte Ecken und kostenlose Erlebnisse
Das Castillo de San Felipe de Barajas, die imposante Festung auf einem Hügel, bietet spektakuläre Aussichten über die Stadt. Der Eintritt von etwa 7 Euro lohnt sich, besonders am späten Nachmittag, wenn die Sonne die Steinmauern in goldenes Licht taucht. Erkundet die unterirdischen Tunnel, die einst zur Verteidigung dienten – ein Abenteuer, das eure Gruppe begeistern wird.
Für einen authentischen Einblick ins lokale Leben besucht den Markt Bazurto am Vormittag. Hier kaufen die Cartageneros ein: tropische Früchte, frischer Fisch, Gewürze und Blumen in überwältigender Vielfalt. Der Markt ist nichts für zarte Gemüter – es ist laut, lebhaft und intensiv –, aber genau das macht ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis. Probiert exotische Früchte, die ihr noch nie gesehen habt, und lasst euch von der Energie mitreißen.
Die Kirche und das Kloster La Popa thronen auf dem höchsten Punkt der Stadt. Der Aufstieg lohnt sich für den Panoramablick, aber geht in einer Gruppe und möglichst mit einem lokalen Guide, der euch die Geschichte der Gegend näherbringt. Der Eintritt liegt bei etwa 4 Euro.
Nachtleben ohne finanziellen Kater
Cartagenas Nachtleben spielt sich vor allem in Getsemaní ab, wo Bars und Clubs bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben. Statt in teure Touristenclubs zu gehen, sucht euch Lokale, die von Einheimischen frequentiert werden. Der Eintritt ist oft frei, und Bier kostet zwischen 2 und 4 Euro. Live-Salsa-Musik findet ihr an vielen Ecken, und niemand wird euch komisch ansehen, wenn ihr mittanzt – im Gegenteil, Cartageneros lieben es, ihre Tanzkultur zu teilen.
Der Plaza de la Trinidad bleibt auch nach Mitternacht belebt. Hier trefft ihr eine bunte Mischung aus Reisenden und Einheimischen, Straßenmusiker liefern den Soundtrack, und die entspannte Atmosphäre lädt zum Verweilen ein. Es ist der perfekte Ort, um ein Wochenende mit Freunden ausklingen zu lassen, ohne ein Vermögen auszugeben.
Ein Wochenende in Cartagena im Februar vereint alles, was ein perfekter Kurztrip braucht: Sonne, Kultur, Strand und eine Portion Abenteuer. Mit kluger Planung und der Bereitschaft, die Stadt wie die Einheimischen zu erleben, könnt ihr unvergessliche Tage verbringen, ohne euer Budget zu sprengen. Die karibische Lebensfreude dieser Stadt ist ansteckend – und das beste Souvenir, das ihr mit nach Hause nehmt.
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